Was gibt es Neues vom Kinderhort?

Zelte aus Rinde? Häuser aus Lehm und Flechtwerk? Mit Nutztieren unter einem Dach wohnen? Für unsere Kinder undenkbar, doch so lebten die Menschen im Lahntal vor bis zu 9000 Jahren vor Christus bis zur frühen römischen Kaiserzeit.

Wie soll das gehen? Konnte man wirklich so leben? Fragen über Fragen, so machten die Kinder vom Kinderhort einen Ausflug zur „Zeiteninsel“ in der Gemeinde Weimar.

In der Mittelsteinzeit kannten die Menschen noch keine Dörfer und Städte, sondern lebten als Jäger in Sammler. Ab der Jungsteinzeit fingen die Menschen an feste Siedlungen zu gründen und bauten Langhäuser. In dieser Art von Häusern lebten die Menschen noch bis zur Zeit der Germanen.

Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie ein über 30 Meter langes Langhaus betraten. Es gab einen Bereich für die Tiere, einen Wohn- und auch einen Schlafraum. Weiterhin gab es im Haus eine Art Backofen, sowie eine offene Feuerstelle zum Kochen.

Ein offenes in einem hölzernen Haus mit Strohdach?

Das klingt nicht nur gefährlich, es war auch gefährlich. Doch die Menschen wussten sich auch damals schon zu helfen.

Besonders beeindruckte die Kinder, dass in solch einen Haus bis zu 15 Personen, zusammen mit ihren Tieren lebten.

 Zu bestaunen gab es noch für die Kinder verschiedene Bienenstöcke aus den jeweiligen Epochen, ein Lagerplatz der Mittelsteinzeit, als auch Schmuck und Waffen der Bronzezeit.

Mit vielen neuen Eindrücken, Informationen und hungrigen Mägen, kehrten wir wieder aus der Vergangenheit in die Gegenwart zurück.

Am Ende dieser Zeitreise gab es wohlverdientes Picknick und ausgelassene Fangspiele.

© Gesamtverband der Evangelischen Kirchengemeinden in Marburg, 2019