Alltagskompetenzen, schon früh die Möglichkeit, Erfahrungen mit Literacy und Bildungssprache zu sammeln.“ (Reflexionsfragen zum BEP, Julia Held, ifp) Wir orientieren uns bei unserer sprachlichen Bildungsarbeit am hessischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP). Im BEP wird insbesondere der positive soziale Kontakt mit Personen, die den Kindern wichtig sind, als Erfolgsfaktor für Sprache genannt. Ebenso relevant ist, dass Themen behandelt werden, welche die Interessen der Kinder berühren und Handlungen, welche für sie selbst einen Sinn ergeben. (BEP S.66) Als „Sprach-Kita“ legen wir besonderen Wert auf die sprachliche Bildung im Alltag. Dazu gehört auch die Mehrsprachigkeit unserer Kinder zu würdigen. Wir nutzen Gelegenheiten bei denen Kinder in ihrer Familiensprache sprechen können und sehen ihre Mehrsprachigkeit als Schatz an. Wir stellen Mehrsprachige Kinderliteratur und reine Bildgeschichten in unserer Bibliothek zur Verfügung. Bei Elterngesprächen arbeiten wir mit Dolmetscher*innen, wenn dies die Verständigung erleichtern kann. Bei unseren Elternbriefen und Informationen bemühen wir uns um eine möglichst Leichte Sprache. Neben dem Gespräch mit den Kindern ist uns der regelmäßige sprachliche Austausch mit den Eltern wichtig. Wenn Sprache ein Hindernis darstellt, nutzen wir Übersetzungsapps. In unserer Einrichtung sind drei Sprachprogramme etabliert: Das „Marburger Sprachförderkonzept“, das Landesprogramm "Sprachförderung für Kinder im Kindergartenalter" und das „Bundesprogramm Sprache“. Zudem führen wir das Marburger Sprachscreening (MSS) durch. Wesentliche Punkte der drei Sprach-Programme sind die Alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die Literacyarbeit, die additive Sprachförderung und die Beobachtung. Bei der Alltagsintegrierten Sprachförderung begleiten wir die Kinder sprachlich im Alltag. Ebenso wichtig ist uns, dass die Kinder in den sprachlichen Dialog mit uns treten und selbst sprechen, z.B. beim Dialogischen Lesen und bei vielen Alltäglichen Gelegenheiten. Mit der Literacy-Arbeit bieten wir Kindern die Möglichkeit durch Sprechzeichnen, Graphomotorischen Übungen, gemeinsamer Portfolioarbeit oder dem Vorlesen, erste Lese- und Schreibkompetenzen zu entwickeln. Dabei nutzen wir vielfältiges Material wie:
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