Pandemiebedingungen im Hort

Mit kreativen Ideen und Zusammenhalt gestalten wir unseren Alltag

Die Pandemie hat auch den Hort in seinen Grundsätzen erschüttert, d.h. alles was einmal für den Hort stand, musste umgeändert werden. Kein offenes Konzept mehr, keine Interessengruppen, keine freie Raumauswahl, nicht mit allen Kindern spielen, die man mag... Seit einem Jahr arbeiten, leben und agieren wir nun schon in festen Gruppen. Das ist für die Kinder und die Erzieher/innen eine große Herausforderung.

Um etwas Normalität und Sicherheit in den Alltag der Kinder zu bringen, ließen wir uns einiges einfallen um den Hort auch weiterhin als schönen Ort für unsere Kinder zu erhalten und den Zusammenhalt der einzelnen Gruppen zu fördern.

So entstanden zum Beispiel Gruppenwappen, die die Kinder mit ihren Erzieher/innen gestalteten. Die Wappen sollten in der Farbe der Gruppe sein und mindestens ein Merkmal haben, das auf die Interessen oder Vorlieben der Kinder hinweist (siehe Bild). 

Zudem wurde ein Punktesystem eingeführt, kennt man ja von Harry Potter, bei dem die Kinder für ihre Gruppe Punkte sammeln können – in Form von Muggelsteinen. Punkte gibt es z.B. für Hilfsbereitschaft, freiwillig angebotene Hilfe, etwas für die Gemeinschaft machen, etc. Auch die gruppenübergreifenden „Challenges“, die in Abständen in die Gruppen gegeben werden, sorgen für viele Punkte. Als Challenges bezeichnen wir Aufgaben, die die Kinder in den Gruppen erledigen sollen.

Die Gewinnergruppe darf sich etwas Besonderes wünschen.

Die Kinder der Grünen Gruppe (alle 4. Schuljahr) haben z.B. ihre Leidenschaft für Karten und Würfelspiele sowie „Bingo“ (kennt man ja eher aus Kreisen mit älteren Menschen) entdeckt, die wir mit fast allen zusammenspielen. Auch das Spiel „Werwolf“ – ein Interaktionsspiel ist sehr beliebt. Ohne die Bereitschaft der Kinder, sich auf so viel Neues einzulassen und alles mitzutragen was verlangt wird, wäre die Umstellung für uns sehr erschwert worden. Ein ganz dickes Lob und ein herzliches Dankeschön an unsere Hortis. Wir möchten uns ebenfalls bei unserer Elternschaft recht herzlich bedanken, die uns stets unterstützt hat und so viel Verständnis für die verschiedenen Situationen zeigt.

In diesem Sinne … hoffen wir auf baldige Normalität.

Ines Vigelahn

 

© Gesamtverband der Evangelischen Kirchengemeinden in Marburg, 2021