Konzeption Kindertagesstätte Am Ortenberg

9 2.3 Wichtige Elemente des pädagogischen Arbeitsansatzes Bindung In unserer Kita sorgen wir dafür, dass der Bindungsaufbau beim Übergang gut gelingt, indem das Kind und seine Eltern in der Eingewöhnungsphase von einer Fachkraft sensibel begleitet werden. Die Fachkraft baut eine Beziehung zu dem Kind auf, indem sie auf die Signale des Kindes achtet und zeitnah und angemessen reagiert. Sie nimmt sich Zeit für das Kind, hört ihm aufmerksam zu, verfolgt seine Interessen sowie sein Verhalten. Dadurch entsteht eine Bindung zwischen der Fachkraft und dem Kind, die dem Kind Sicherheit, Geborgenheit und Ich-Stärke verleiht. In seiner Zeit in der Kita fühlt sich das Kind in tragfähigen Beziehungen sicher. Diese müssen immer wieder an die Entwicklung des Kindes angepasst werden und z.B. Möglichkeit für Selbständigkeit und Autonomie geben. Eingewöhnung Die Eingewöhnungsphase ist ein sehr individueller Prozess, dessen Ablauf sich nach den Bedürfnissen des Kindes richtet. Den Fachkräften ist bewusst, dass Eltern, z.B. durch ihren kulturellen Hintergrund, unterschiedliche Vorstellungen von außerfamiliärer Betreuung haben und Erwartungen an sie stellen. Das Erstgespräch ist ein wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit mit den Eltern. Hier lernen sich die Eltern und die Fachkraft kennen. Die Eltern erzählen von sich und ihrem Kind und geben Informationen zu ihrem Kind an die Fachkraft weiter. Dies ist hilfreich für die Eingewöhnungsphase, denn wir sehen die Eltern als die „Experten ihres Kindes“ an und profitieren von ihren Erfahrungen. Außerdem wird der Ablauf der Eingewöhnung und wichtige Informationen zum Kita-Alltag besprochen. Die ersten Tage der Eingewöhnung verbringen ein Elternteil und das Kind gemeinsam in der Kita, damit beide die Fachkräfte, die Kinder, die Räume und die Abläufe in der Kita kennenlernen. Die Anwesenheit eines Elternteils gibt dem Kind Sicherheit, die den Bindungsaufbau zu seiner Bezugsfachkraft unterstützt. Diese ist auch Ansprechpartner für die Eltern, so dass ein regelmäßiger Austausch stattfindet und Fragen beantwortet werden. Im weiteren Verlauf der Eingewöhnung kommt es zu Trennungen von Kind und Elternteil. Hat das Kind eine Beziehung zu seiner Bezugsfachkraft aufgebaut, lässt sich von ihr trösten und hat Freude am Spiel in der Kita, ist die Eingewöhnung abgeschlossen. Zum Abschluss findet ein Gespräch zwischen Fachkraft und den Eltern statt, indem die Eingewöhnungsphase reflektiert wird, Erwartungen geklärt und Fragen beantwortet werden können. Eine gute Zusammenarbeit ist die Grundlage für eine gute Entwicklung des Kindes. Gruppe und Öffnung Unsere KiTa arbeitet teiloffen. Alle Kinder sind festen Stammgruppen zugeordnet. Sie haben aber die Möglichkeit, während des Freispiels in der anderen Gruppe zu spielen. Weiterhin erfragen wir an verschiedenen Stellen des pädagogischen Alltags, an welchen Spielorten (z.B. der Turnraum, das Außengelände, der nahegelegene Wald) die Kinder spielen wollen.

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