In unserer Kindertagesstätte können sich die Kinder beschweren, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen, sei es in Konfliktsituationen, über Fachkräfte, alle Belange, die ihren Alltag betreffen (Essen, Regeln, Angebote etc.). Die Kinder können ihre Beschwerde bei den Fachkräften, Auszubildenden, beim Hauswirtschaftspersonal, Freunden, im Morgenkreis und an unserer Beschwerdewand zum Ausdruck bringen. Die Beschwerdewand ist sichtbar für alle, sodass immer präsent ist, welche Beschwerden von den Kindern bestehen. Man erkennt auch, wie weit die Beschwerden schon bearbeitet oder erledigt wurden und welche Dringlichkeit sie haben. Für die Eltern gibt es in unserer Kita ein Formular über welches sie ihre Beschwerden, Anregungen und Wünsche ausdrücken können. Des Weiteren sind aber auch die Fachkräfte, die Leitung, der Elternbeirat, sowie der Träger ein ständiger Ansprechpartner. 15. Sexualpädagogisches Konzept der Ev. Kita Stadtwald 15.1 Einleitung Kinder sind von Geburt an bzw. sogar pränatal sexuelle Wesen. Ihre Sexualität unterscheidet sich jedoch in zentralen Punkten von der Sexualität der Erwachsenen. Die kindliche Sexualität ist gekennzeichnet durch Spontanität, Neugier und Unbefangenheit. Mädchen und Jungen kennen zunächst keine Regeln oder einen Rahmen, in dem sie diese ausleben können. Die Kinder leben aus, was ihnen gefällt oder ihr Interesse weckt. Die kindliche Sexualität zeigt sich nicht zielgerichtet, sondern meist ganzheitlich im Kontakt zu den eigenen oder anderen Körpern. Dieser Kontakt ergibt sich oft durch entsprechende Impulse während eines Freispiels. Kinder kennen keine Trennung zwischen Zärtlichkeit, Sinnlichkeit und genitaler Sexualität. Sie bewerten die verschiedenen Genussmöglichkeiten nicht, sondern nutzen diese, um schöne Gefühle zu bekommen, bei denen sie sich wohl und geborgen fühlen, um Erregung zu spüren oder Möglichkeiten zur Erregungsabweisung zu erhalten. Im Vordergrund steht, dass die Kinder ihren eigenen Körper kennen lernen wollen und sich der eigenen Geschlechtsidentifizierung vergewissern können. Kurz gesagt: Das kindliche Lustempfinden ist egozentrischer Natur, da sie diese Dinge nicht ausprobieren, um Liebe oder Zärtlichkeit zu einer anderen Person auszudrücken, sondern, weil es ihnen gefällt. Ziel eines sozialpädagogischen Konzeptes ist es, dass für die erwachsenen Menschen die Verantwortlichkeiten im Bereich Sexualpädagogik geklärt sind und sich die Mitarbeiter*innen somit sicherer in ihrem Handeln fühlen können, eine gemeinsame Haltung definiert ist und diese im Alltag umgesetzt werden
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