Konzeption - Evangelisches Kindertagesstätte Stadtwald

kann. Ziel soll sein, dass die Kinder selbstbestimmend und verantwortlich mit ihrem Körper umgehen, ihre eigene Sexualität kennen lernen und sich grundlegendes Wissen zu den Themen Körperhygiene, Liebe, Beziehung und Sexualität aneignen können. Das Ziel der Sexualpädagogik ist es Menschen in ihrer Weiterentwicklung, ihrer sexuellen Identität zu begleiten und zu unterstützen, damit die Sexualität verantwortungsvoll, gesund, selbstbestimmt, lustvoll und sinnlich ausgelebt werden kann. Wichtige Argumente für eine sexualfreundliche Erziehung sind zum einen Prävention von sexualisierter Gewalt, Entdeckung der eigenen Grenzen auch als Grundlage für den Respekt anderer, einen Gegenpol setzen zum Bild von Sexualität in den Medien und zum anderen können Erzieher*innen, Fachkräfte und Auszubildende auf Ängste der Kinder reagieren und neutraler über die Sexualität reden als Eltern. 15.2 Die kindliche Sexualität Kinder sind von Geburt an sexuelle Wesen, weshalb die kindliche Sexualität ein unumgängliches Thema für die sexuelle Bildung eines Menschen ist. Die Sexualität bei jungen Kindern ist ganzheitlicher als bei Erwachsenen. Das heißt, dass sie mehrere Formen des Erlebens hat. Dazu zählen Berührungen wie streicheln eines Kindes durch die Eltern oder andere Bezugspersonen, sowie das Stillen an der Brust oder das Saugen an der Flasche. Die kindliche Sexualität äußert sich dadurch, dass die Kinder im Spiel Zusammenhänge durch Erfahrungen und körperliches Erleben versuchen zu begreifen, diese imitieren und ausprobieren. Dies zeigt sich sowohl in genitalen Formen als auch in nicht genitalen Formen. Die kindliche Sexualität wird in verschiedene Lebensbereiche eingeteilt: 1. Das erste und zweite Lebensjahr: Die Entwicklung der Sexualität beginnt bereits im Mutterleib. Nach der Geburt sind die Kinder auf körperliche und emotionale Nähe angewiesen, um zu überleben. Außerdem findet hier die emotionale Identitätsentwicklung statt. Des Weiteren werden im ersten Lebensjahr Erfahrungen über Haut und Mund gemacht. Die orale Phase beginnt. Im zweiten Lebensjahr steht das Erforschen der eigenen Genitalien im Vordergrund. Außerdem lernen die Kinder die Geschlechterunterschiede kennen, anhand ihres Erwachsenen Vorbildes. 2. Das dritte Lebensjahr: Durch die Sauberkeitserziehung beginnt die anale Phase. Die Ausscheidungsvorgänge werden als lustvoll erlebt.

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