Konzeption - Evangelisches Kindertagesstätte Stadtwald

Daher kann es sein, dass das Kind großes Interesse an dem eigenen Kot entwickelt und damit spielen möchte. In dem Fall können dem Kind Alternativen angeboten werden (spielen mit Sand und Wasser, oder Kneten). Wichtig ist, dass eine Wertschätzende Haltung eingenommen wird, denn mit dem Kot zu spielen gehört zu dem Entwicklungsprozess dazu und ist völlig normal. Neben der analen Phase befinden sich die Kinder in der Ich-Phase. Sie verbalisieren ihre Bedürfnisse mit Bestimmtheit. Ein „nein“ sollte daher unbedingt respektiert werden, damit die Kinder sich ernstgenommen fühlen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Kinder lernen müssen ihre Körperteile zu benennen, damit sie klar äußern können, wo sie nicht angefasst werden möchten, oder wo es vielleicht weh tut. Die Kinder beginnen mit drei Jahren aktiv an Rollenspielen teilzunehmen. Sie wollen sich Erproben, die Geschlechterrollen kennen lernen und verinnerlichen. Des Weiteren wird eine Neugierde an sexuellen Vorgängen entwickelt. Hierbei ist es wichtig, dass durch die Sprache klare Grenzen gesetzt werden. 3. Das vierte Lebensjahr: In diesem Lebensabschnitt entwickelt sich der Körperscham und gehört zu den zentralen Entwicklungsschritten in diesem Bereich. Es gibt jedoch Unterschiede bei der Entwicklung des Schamgefühls: Manche Kinder erkunden mehr als andere. In diesem Alter kommt es häufig vor, dass die Kinder sich verlieben, vor allem in Bezugspersonen wie Mutter oder Vater. Es ist nicht unüblich, dass Kinder behaupten ihre Eltern heiraten zu wollen, wenn sie groß sind. Die Eigenständigkeit nimmt zu, ebenso wie das Bedürfnis soziale Kontakte zu knüpfen. Die Kinder lernen Sexualität als heteronormative Paarungsmuster kennen, welche durch die Spielzeugindustrie verstärkt werden (unterschiedliches Spielzeug für Mädchen und Jungen). In dieser Altersstufe werden zunehmend Rollenspiele ausgeübt. Wichtig ist, dass Spielsituationen geschaffen werden, die die geschlechtlichen Rollenbilder hinterfragen, damit eine Geschlechterrollenbildung entwickelt werden kann. Außerdem ist es nicht unüblich, dass die Kinder zusammen Toilettengänge machen. Sie sind neugierig wie andere Kinder aussehen und vergleichen ihre Geschlechtsteile. 4. Das fünfte Lebensjahr: In diesem Lebensabschnitt erlernen die Kinder ihre Emotionsregulation, welche gleichzeitig in Rollenspielen vertieft werden. Die Kinder nehmen sich Beispiele an ihren Vorbildern und spielen Geschichten und Alltagssituationen nach: Heirat,

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