Konzeption - Evangelisches Kindertagesstätte Stadtwald

15.3 Was ist Sexualpädagogik? In der Sexualpädagogik geht es nicht darum, ständig mit den Kindern über sexuelle Themen zu reden, oder sie ängstlich zu beobachten, ob und welche sexuellen Handlungen sie zeigen. In der Sexualpädagogik geht es darum, wissenschaftlich zu reflektieren, wie sich die erzieherischen Tätigkeiten auf die sexuelle Entwicklung der Kinder auswirken. Die Sexualerziehung ist vielseitig zu sehen, da es hauptsächlich um Aufklärung und um das Vermitteln von Wissen geht. Es geht darum, die Kinder bewusst und zielgerichtet bei der eigenen sexuellen Selbstbestimmung und dem verantwortungsvollen Umgang, mit sich selbst und anderen, zu begleiten. Auf der anderen Seite steht die sexuelle Bildung, bei der es um das Selbsttätig werden, des Kindes als aktive Aneignung von sexueller Erfahrung und Wissen, geht (vgl. Arbeitshilfe 2, Sexualpädagogisches Konzept). 15.4 Regeln im Umgang mit sexuellen Aktivitäten in unserer Kita Wir bieten unseren Kindern einen geschützten Rahmen und sichere Freiräume, in denen sie Erfahrungen sammeln können. Sie lernen ihren eigenen Körper kennen und entwickeln ein positives Körpergefühl. Wir begleiten die Kinder dabei, ihre Grenzen kennenzulernen und diese zum Ausdruck zu bringen. Des Weiteren geben wir den Kindern bei Bedarf Anregungen zum Thema Sexualität, durch Bilderbücher und andere Materialien. Dadurch signalisieren wir den Kindern Offenheit für das Thema und die Kinder können gleichzeitig lernen eine Sprache für sexuelle Themen zu entwickeln. Unser Ziel ist es, dass die Kinder selbstbewusst mit dem Thema Sexualität umgehen und klare Grenzen setzen können. Möglichkeiten unbefangen Körperentdeckungen zu machen, haben die Kinder beim Wickeln auf dem Wickeltisch, in den Toilettenräumen, in Höhlen, in Räumen wo Türen vorhanden sind und in Spiegelhäuschen. Was dürfen Kinder in unserer Kita? Die Kinder dürfen sich in Rückzugsorten selbst erforschen. Sie dürfen Höhlen bauen und sich im Spiegel betrachten. Sie dürfen sich gegenseitig beobachten, wenn sie sich umziehen. Im Sommer dürfen die Kinder, bei Wasserangeboten, mit Badekleidung laufen. Im Haus gilt die Regel, dass mindestens die Unterhose und ein Unterhemd angezogen bleiben müssen. Sollte dies einem Kind unangenehm sein, wird die Situation von den Fachkräften sofort unterbunden und die Kinder werden über das Schamgefühl und darüber aufgeklärt, dass nicht jeder Mensch angeschaut werden möchte, wenn er/sie sich umzieht. Außerdem wird mit den Kindern besprochen, dass es wichtig ist zu fragen, ob man zu schauen darf

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