Sexualpädagogisches Konzept - Evangelisches Familienzentrum Hansenhaus

8 • Wir unterstützen, begleiten und ermutigen die Kinder in ihrer individuellen Sauberkeitsentwicklung. Letztendlich bestimmt das Kind selbst, wann es von der Windel zur Toilettennutzung wechselt. Wir üben in dieser Hinsicht keinen Druck oder Zwang aus. Hierüber stehen wir in einem engen Austausch mit den Eltern. • Eltern und Abholberechtigte bitten wir, die Intimsphäre der Kinder zu respektieren und die Bäder in einer Wickel- oder Badesituation nicht zu betreten. Wasserspiele/Baden • Wasserspiele finden ab und zu im Sommer auf dem Außengelände statt. Da es sich bei dem Außengelände um einen öffentlich einsehbaren Raum handelt, tragen die Kinder Unterhosen oder Badekleidung, die zu diesem Zweck von zu Hause mitgebracht wird. • Wasser- oder Sensorik- Spiele finden in unserer Krippe mit Windel oder Unterhose statt. • In der Krippe werden Kinder bei Bedarf und unter Achtung der Intimsphäre im Bad gebadet, in der Kita geduscht. Selbststimulation • Manche Kinder entdecken im Laufe ihrer Entwicklung, dass das Stimulieren bestimmter Körperzonen ihnen Lust und Entspannung verschafft. Dies ist Bestandteil einer gesunden kindlichen Entwicklung. • Wenn sich Kinder im Kita-Alltag selbst stimulieren, lassen wir dies daher zu, solange sich nicht andere Kinder dadurch belästigt oder gestört fühlen oder das Kind selbst kein Gespür für seine eigene Intimsphäre hat. • Ist letzteres der Fall, besprechen wir mit dem Kind die Situation. Häufig wird dem Kind dann sehr schnell bewusst, dass öffentliche oder halb-öffentliche Räume wie Flure oder Gruppenräume für die Selbststimulation nicht oder weniger angemessen sind als eher unbeobachtete Räume – auch zu seinem eigenen Schutz. • Die Kinder lernen so, dass Selbststimulation etwas Normales und Erlaubtes ist und gleichzeitig das Schamgefühl anderer Menschen verletzen kann. • Die Kinder, die sich durch ein sich selbst stimulierendes Kind gestört oder unwohl fühlen, erfahren, dass ihre Intimsphäre geachtet und respektiert wird. • Ungewöhnlich häufige, demonstrative oder zwanghafte Selbststimulation kann dagegen auch ein Hinweis auf ein tieferliegendes Problem des Kindes sein. Hierüber gehen wir mit den Eltern in einen Austausch. Körpererkundungsspiele • Körpererkundungsspiele sind Teil der kindlichen Sexualentwicklung. Sie machen jedoch nur einen kleinen Teil der gesamten Sexualentwicklung von Kindern aus. Manche Kinder sind in der Kita nie, manche nur sehr kurz, manche eine Zeit lang intensiv in Körpererkundungsspiele involviert – je nach Bedürfnis des einzelnen Kindes.

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